Festplatte verschlüsseln

So machst du deine Daten sicher!

Festplatte verschlüsseln mit Software?

Als ich meine Festplatte verschlüsseln wollte und nach entsprechender Software gesucht habe, wurde ich erstmal von Informationen und Tools erschlagen.

Deshalb werde ich hier nur auf die wichtigste, plattformübergreifende Verschlüsselungssoftware VeraCrypt und auf die Windows-eigene Lösung BitLocker eingehen. Dabei versuche ich Fachausdrücke nach Möglichkeit zu vermeiden. Falls es einmal nicht anders geht, erkläre ich den jeweiligen Begriff auch nochmal.

VeraCrypt ist, anders als viele das behaupten, nicht der offizielle Nachfolger von TrueCrypt. VeraCrypt wurde 2013 fertiggestellt und war schon zu diesem Zeitpunkt eine Alternative zu TrueCrypt. Das Projekt TrueCrypt wurde im Mai 2014 überraschend eingestellt.

Veracrypt Logo

VeraCrypt

Mit VeraCrypt lassen sich Festplatten, SSD, USB-Sticks und Speicherkarten verschlüsseln.

Während TrueCrypt in der letzten offiziellen Version einige bekannte Sicherheitslücken aufwies, hat VeraCrypt einiges besser gemacht - wobei man nach wie vor nicht von absoluter Sicherheit sprechen kann, wie du hier nachlesen kannst.

VeraCrypt ist für Windows, MacOS, Linux und sogar den Raspberry Pi verfügbar und kann kostenlos heruntergeladen werden. Während die jeweiligen Installations-Dateien bei Windows- und Mac-Usern ganz gewöhnlich ausgeführt werden, Linux-Nutzer können zwischen der Kommandozeilen-Version und einer Version mit grafischer Oberfläche wählen.

BitLocker

Dadurch, dass VeraCrypt unter allen gängigen Betriebssystemen funktioniert, ist es gerade unter Windows eine Alternative zu BitLocker.

BitLocker hingegen ist eine von Microsoft entwickelte Verschlüsselungssoftware, die nur Windows-Nutzern zur Verfügung steht.

Wie du VeraCrypt installierst und damit dann deine Festplatte verschlüsselst, kannst du im Nachfolgenden lesen. Du solltest aber auch lesen, warum ich mich gegen VeraCrypt, BitLocker und Co. entschieden habe.

VeraCrypt Installieren - Schritt für Schritt Anleitung

VeraCrypt kann hier heruntergeladen werden: https://veracrypt.codeplex.com/wikipage?title=Downloads

Schritt 1: Die Installation startet mit diesem Fenster. Hier musst du nun die Lizenzvereinbarung akzeptieren, indem du ein Häkchen bei der entsprechenden Stelle: I accept the license terms

Schritt 1 VeraCrypt installieren - ergänzendes Bild
Schritt 2 VeraCrypt installieren - ergänzendes Bild

Schritt 2: Im nächsten Schritt hast du nun die Möglichkeit, VeraCrypt zu installieren oder zu entpacken. Letzteres ist quasi die portable Version von VeraCrypt und ‘mehr oder weniger (dazu später mehr)’ unabhängig vom Betriebssystem - z.B. wenn du Daten auf einem USB-Stick sichern möchtest. Hier wählst du Next.

Schritt 3: In Schritt 3 kannst du angeben, wo du VeraCrypt auf deiner Festplatte installieren möchtest. Hier kannst du alles so lassen, wie es ist und auf Install klicken.

Schritt 3 VeraCrypt installieren - ergänzendes Bild
Schritt 4 VeraCrypt installieren - ergänzendes Bild

Schritt 4: Wenn die Installation abgeschlossen ist, bestätigst du mit Ok.

Schritt 5: Falls du dich den Machern der Software erkenntlich zeigen möchtest, hast du hier nun die Möglichkeit, eine Spende zu tätigen - Donate now. Das musst du aber nicht tun. VeraCrypt kannst du auch komplett kostenlos nutzen, klicke dazu auf Finish.

Schritt 5 VeraCrypt installieren - ergänzendes Bild
Schritt 6 VeraCrypt installieren - ergänzendes Bild

Schritt 6: Die Installation vom TrueCrypt Nachfolger ist beendet. Wenn du möchtest, kannst du dir nun ein Tutorial/Anleitung von VeraCrypt selbst ansehen, wie du das Tool zu nutzen hast. Wenn du der englischen Sprache mächtig bist, kannst du das tun. Ansonsten kannst du auch einfach hier weiterlesen - klicke auf Nein.

VeraCrypt Container-Datei anlegen - Schritt für Schritt Anleitung

Als nächstes werden wir nun einen sogenannten Container bzw. Volume erstellen. Diesen Container kannst du dir wie einen normalen Ordner oder eine weitere Festplatte vorstellen. Alles, was du in diesen Ordner schiebst, ist verschlüsselt - man kommt nur noch über VeraCrypt an diese Daten.

Schritt 1: Nachdem du VeraCrypt gestartet hast, klickst du zunächst einmal auf Create Volume

Schritt 1 VeraCrypt verschlüsselten Container anlegen - ergänzendes Bild
Schritt 2 VeraCrypt verschlüsselten Container anlegen - ergänzendes Bild

Schritt 2: Es öffnet sich ein zweites Fenster. In diesem kannst du nun auswählen, ob du einen Container auf deiner Festplatte erstellen möchtest, ob du eine ganze Partition verschlüsseln möchtest, oder ob du die Systempartition verschlüsseln möchtest. Ich empfehle hier eine der ersten beiden Möglichkeiten zu nutzen. Die dritte kann, speziell mit neueren Windows-Versionen, zu Problemen führen - dazu im nächsten Abschnitt mehr.

Schritt 3: Als nächstes könnt ihr wählen, ob ihr den Container verstecken möchtet oder einen Standard-Container erstellen wollt. Ich empfehle den Standard-Container.

Schritt 3 VeraCrypt verschlüsselten Container anlegen - ergänzendes Bild
Schritt 4 VeraCrypt verschlüsselten Container anlegen - ergänzendes Bild
Schritt 4 VeraCrypt verschlüsselten Container anlegen - ergänzendes Bild

Schritt 4: Wählt nun über die Schaltfläche Select File zunächst ein Verzeichnis aus, in dem ihr euren Container erstellen wollt und klickt auf Öffnen.

Schritt 5: Tragt nun bei Dateiname einfach ein, wie euer Container heißen soll - in meinem Fall heißt er hier nun DeinContainer.

Schritt 5 VeraCrypt verschlüsselten Container anlegen - ergänzendes Bild
Schritt 6 VeraCrypt verschlüsselten Container anlegen - ergänzendes Bild

Schritt 6: Klicke auf speichern und dann bei VeraCrypt dann auf Next.

Schritt 7: Im nächsten Schritt wählst du dann die gewünschte Verschlüsselung aus. AES sollte den meisten Anwendern genügen. Klicke auf Next.

Schritt 7 VeraCrypt verschlüsselten Container anlegen - ergänzendes Bild
Schritt 8 VeraCrypt verschlüsselten Container anlegen - ergänzendes Bild

Schritt 8: Jetzt liegt es an dir, zu bestimmen, wie groß dein Container sein soll, also wie viel Speicherplatz er haben soll. Das kannst du in Kilobyte, Megabyte, Gigabyte oder sogar Terabyte angeben. Klicke dann auf Next.

Schritt 9: Nun kannst du ein Passwort für deinen Container festlegen. Verwende bestenfalls Klein- und Großbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen. Wenn dein Passwort weniger als 20 Stellen hat, spricht VeraCrypt eine Warnung aus - die kannst du jedoch auch ignorieren, wenn du das möchtest. Wenn du dein Passwort gewählt und bestätigt hast, klicke auf Next.

Schritt 9 VeraCrypt verschlüsselten Container anlegen - ergänzendes Bild
Schritt 10 VeraCrypt verschlüsselten Container anlegen - ergänzendes Bild

Schritt 10: Nun hast die Möglichkeit, VeraCrypt mitzuteilen, ob du Dateien speichern möchtest, die größer als 4 GB sind - je nachdem, ob du hier Yes oder No auswählst, ist im nächsten Schritt bereits ein sogenanntes Dateisystem (FAT32 oder NTFS) vorausgewählt. Auf FAT32-Dateisystemen lassen sich keine Dateien speichern, die größer als 4 GB sind, während das auf NTFS-Systemen möglich ist.

Im Prinzip ist es egal, was du hier auswählst - im nächsten Schritt rate ich sowieso dazu, NTFS auszuwählen. Klicke auf Next.

Schritt 11: Wie bereits angekündigt, empfehle ich hier nun definitiv NTFS auszuwählen - es kann ja immer sein, dass du mal eine größere Datei speichern möchtest. Bevor du nun voreilig auf Format klickst, lies noch den nächsten Schritt.

Schritt 11 VeraCrypt verschlüsselten Container anlegen - ergänzendes Bild
Schritt 12 VeraCrypt verschlüsselten Container anlegen - ergänzendes Bild

Schritt 12: Bewege deinen Mauszeiger möglichst zufällig und ganz wild über das VeraCrypt-Fenster. Hört sich albern an, dient aber dem Zweck, einen möglichst zufälligen “digitalen Schlüssel” zu erzeugen. Mach also so lange wilde Bewegungen mit deiner Maus, bis der sich füllende Balken unten zu 100% ausgefüllt ist. Das dauert so 30-60 Sekunden. Klicke anschließend auf Format.

Erklärung: Diesen “Schlüssel” kennt nur VeraCrypt. Zum ver- und entschlüsseln von Daten in deinem Container wird der zufällig generierte VeraCrypt-Schlüssel und dein vorher festgelegtes Passwort benötigt. Je länger du mit der Maus “rumfuchtelst”, desto umfangreicher wird der Zufallsschlüssel und desto schwieriger ist es für einen Angreifer, den Container zu knacken. Der Sinn dahinter ist, dass ein Angreifer zwei Schlüssel kennen muss: Dein Passwort und den Zufallsschlüssel. Kennt er nur einen davon, kann er damit nichts anfangen.

Schritt 13: Der Container wird nun erstellt. Das kann, je nachdem wie groß du ihn eingestellt hast und welche Verschlüsselung du gewählt hast, eine Weile dauern. Wenn er fertig ist, klicke auf Ok und dann auf Next.

Schritt 13 VeraCrypt verschlüsselten Container anlegen - ergänzendes Bild
VeraCrypt verschlüsselten Container anlegen abgeschlossen - ergänzendes Bild

Herzlichen Glückwunsch, du hast einen verschlüsselten Container angelegt.

VeraCrypt Dateien verschlüsseln - Schritt für Schritt Anleitung

Jetzt hast du VeraCrypt installiert und einen ersten verschlüsselten Container angelegt. Wie verschlüsselst du nun deine Festplatte bzw. Dateien auf der Festplatte? Das ist nun relativ einfach - folgende Anleitung zeigt dir Schritt für Schritt, wie es geht.

Schritt 1: Nachdem du VeraCrypt gestartet hast, klicke auf Select File, navigiere dann zu der Container-Datei, die du vorher angelegt hast und öffne diese.

Schritt 1 VeraCrypt verschlüsselten Container anlegen - ergänzendes Bild
Schritt 1 VeraCrypt verschlüsselten Container anlegen - ergänzendes Bild
Schritt 2 VeraCrypt verschlüsselten Container anlegen - ergänzendes Bild

Schritt 2: Jetzt wählst du im VeraCrypt einen beliebigen Laufwerksbuchstaben aus und klickst unten auf Mount.

Schritt 3: Jetzt wirst du aufgefordert, dein vorher festgelegtes Passwort einzugeben. Wenn du das getan hast, klicke auf Ok.

Schritt 3 VeraCrypt verschlüsselten Container anlegen - ergänzendes Bild
Schritt 4 VeraCrypt verschlüsselten Container anlegen - ergänzendes Bild

Schritt 4: Wenn du dir jetzt deine Laufwerke ansiehst (unter Windows “Mein PC” oder “Arbeitsplatz”), siehst du, dass dort nun neben der C:\-Partition noch eine weitere Partition erschienen ist.

Das war’s auch schon. Alles, was du nun in dieser Partition speicherst, ist verschlüsselt. Vergiss nicht, in VeraCrypt auf Dismount All zu klicken, wenn du keinen Zugriff mehr auf deine Dateien brauchst oder gerade nicht an deinem PC bist - dann wird das Laufwerk nicht mehr angezeigt und niemand außer dir kann auf die Dateien in deinem verschlüsselten Container zugreifen.

Der Grund, warum ich mich letzten Endes dann weder für VeraCrypt noch für BitLocker oder irgendeine andere Verschlüsselungssoftware entschieden habe, möchte ich dir hier erklären.

Software muss überall installiert werden

Das Problem im Allgemeinen ist, dass man auf jedem Rechner, auf dem man die Daten nutzen möchte, zunächst einmal die entsprechende Software installieren muss.

Mit einer verschlüsselten Festplatte zu einem Freund, Arbeitskollegen oder Kunden zu gehen, um Daten auszutauschen ist nicht ohne weiteres möglich:

Zwar ist VeraCrypt grundsätzlich auf Windows, MacOS und Linux verfügbar, aber es muss eben auch überall zunächst einmal heruntergeladen und installiert werden.

Software muss immer installiert werden
Verwirrende Verschlüsselungssoftware

Verschlüsselungssoftware ist überladen und kann verwirrend sein

Der nächste Kritikpunkt sind die Einstellungsmöglichkeiten. Selbst ich, der ein relativ gutes Technikverständnis und grundsätzlich immer Interesse an neuer Technik hat, wird von den Einstellungsmöglichkeiten erschlagen und verwirrt:

  • Was ist besser: Verschlüsselten Container erstellen oder eine ganze Partition?
  • Welchen Verschlüsselungs-Algorithmus soll ich nehmen?
  • Was hat es mit FAT32- und NTFS-Dateisystemen auf sich?
  • Worin unterscheiden sich der Zufallsschlüssel und das Passwort und warum brauche ich nur das Passwort? Wofür ist der Zufallsschlüssel?

Diese und viele weitere Fragen drängen sich dem “Otto-Normal-Nutzer” schnell auf. Die Einrichtung kann einen leicht überfordern.

Davon abgesehen kann man als Nutzer, der sich mit all diesen Fachbegriffen wenig bis gar nicht auskennt, auch eine Menge falsch machen.

Die Software ist also eher an Profis adressiert und nicht an den normalen Nutzer, der einfach nur seine Festplatte verschlüsseln möchte.

Schnelles Arbeiten ist nicht oder nur bedingt möglich

Selbst wenn die Einrichtung endlich geschafft ist: So richtig Spaß macht die Benutzung auch dann nicht.

Es ist mühsam: Bei jedem Rechnerneustart muss nun zunächst einmal VeraCrypt gestartet werden, dann muss die Container-Datei annavigiert und geöffnet werden, um dann schließlich noch ein, unter Umständen sehr langes, Passwort einzugeben.

Ganz zu schweigen davon, dass im Vorraus gegebenenfalls auch noch das “normale” Passwort des jeweiligen Benutzers eingegeben werden muss.

Ist das verschlüsselte Volume/Container dann schließlich eingehängt, lässt sich ganz gut damit arbeiten, wobei man häufig eben doch merkt: Hier werkelt im Hintergrund eine Software, die jede Datei, die ich aus dem verschlüsselten Container öffne erstmal entschlüsseln muss. Jede Datei, die ich in dem verschlüsselten Container speichere muss zunächst einmal wieder verschlüsselt werden.

All das kostet Zeit - nicht viel, aber gerade bei größeren Dateien merkt man es eben schon.

Verschlüsselungssoftware langsam
BitLocker

BitLocker kann den Ansprüchen noch weniger gerecht werden

Zugegeben, bei BitLocker fällt das zusätzliche Starten einer Software wie VeraCrypt weg, da BitLocker bereits ins Betriebssystem integriert ist. Hier liegt aber auch der Hund begraben: BitLocker funktioniert ausschließlich mit Windows. Und sogar in der Windows-Welt ist es eingeschränkt. Nur die Professional- und Enterprise-Versionen von Windows Vista, Windows 7, Windows 8(.1) und Windows 10 haben BitLocker an Bord.

Wenn du (oder jemand, dem du deine verschlüsselten Daten zeigen möchtest) also keine Professional (oder höher) Windows-Version hat, kannst du die Daten weder ver- noch entschlüsseln.

Und selbst wenn dir BitLocker auf deinem System zur Verfügung steht, kannst du deine verschlüsselten Daten keinem MacOS- oder Linux-Nutzer ohne Weiteres geben.

Davon abgesehen, merkt man bei Größeren Dateien auch bei BitLocker, dass es eine gewisse Verzögerung beim Öffnen und Speichern von Daten gibt - der Zeitfaktor spielt also auch hier eine Rolle, wenn auch nicht so extrem, wie bei VeraCrypt.

Dafür steht BitLocker nur den wenigsten zur Verfügung und es ist ohne Ausnahme an Windows gebunden - in Sachen Mobilität schneidet BitLocker also noch schlechter ab als VeraCrypt.

Absolute Sicherheit sieht anders aus...

Zu guter Letzt: Die Sicherheit. BitLocker wird von Microsoft entwickelt und der Programmcode lässt sich nicht einsehen. Im Prinzip kann also niemand (außer Microsoft selbst) sagen, ob BitLocker wirklich sicher ist. Auch halten sich hartnäckig die Gerüchte, Microsoft habe ganz bewusst die eine oder andere “Hintertür” (=Backdoor) für amerikanische Regierungsbehörden wie die NSA offen gelassen, um auch zu vermeintlich verschlüsselten Daten Zugang zu erhalten.

Zumindest das lässt sich bei VeraCrypt weitestgehend ausschließen. Der Code ist frei verfügbar (Open Source) und jeder kann ihn sich ansehen - und viele tun das auch. Bewusst offengelassene Backdoors wären hier also aller Wahrscheinlichkeit nach aufgefallen.

Wie eine unabhängige Sichtung des Codes vom Unternehmen Quarkslab in Zusammenarbeit mit der Initiative Ostif von 2016 ergab, wies die zu der Zeit aktuelle Version von VeraCrypt einige Programmierfehler auf - eine schwerwiegende Sicherheitslücke wurde ebenfalls entdeckt.

Ein weiteres Problem ist, dass VeraCrypt Schlüssel, die zum Entschlüsseln der Daten benötigt werden, im Arbeitsspeicher des Computers ablegt. Mit einer sogenannten Kaltstart-Attacke können diese Schlüssel dann aus dem Arbeitsspeicher ausgelesen und verwendet werden, um die Festplatte zu entschlüsseln.

Des Weiteren sind sowohl BitLocker als auch VeraCrypt anfällig für sogenannte Keylogger. Keylogger sind Programme, die jeden Tastaturanschlag speichern. Somit lassen sich Passworteingaben sehr leicht rekonstruieren. Mit dem Passwort kann dann, Zugang zum Rechner vorausgesetzt, auch die Festplatte entschlüsselt und die Daten eingesehen werden.

Verschlüsselungssoftware nicht immer sicher

Die Alternative?

Einfacher wäre ein System, das meine Daten vollkommen unabhängig von der jeweils installierten Software sicher verschlüsselt und auch nicht an ein bestimmtes Betriebssystem gebunden ist. Am besten wäre es, wenn ich nichts weiter tun müsste als es per Kabel an meinen Computer, Laptop oder MacBook anzuschließen. Die Sicherheit darf natürlich nicht unter diesen Anforderungen leiden!

Mit dieser vielleicht naiv klingenden Einstellung habe ich mich also auf die Suche gemacht... und bin tatsächlich fündig geworden...

Hardware Verschlüsselung

Hardwareseitige Verschlüsselung

Ich habe nun verschiedene Software-Lösungen getestet und fest steht: Man kann seine Festplatte mit Verschlüsselungs-Programmen wie VeraCrypt oder BitLocker sicherer machen. Aber richtig zufrieden war ich mit dem Ergebnis nie.

Abgesehen von der mühseligen Installation über die komplizierte Einrichtung bis hin zur hakeligen Inbetriebnahme: Man hat eine zum Teil merkbare Verlangsamung beim Arbeiten (Öffnen und Speichern von Dateien).

Und was noch viel schlimmer ist: Findige Datendiebe haben, zumindest theoretisch, nach wie vor gute Chancen eben doch an meine verschlüsselten Daten zu kommen. Malware wie Trojaner und Keylogger spähen leicht das Passwort aus und wichtige Daten, die zum Entschlüsseln benötigt werden, können aus dem Arbeitsspeicher des Computer ausgelesen werden.

Aber auch, wenn man die Kriminellen außen vor lässt, bleibt ein mulmiges Gefühl bezüglich Sicherheitslücken und schlechter, oder zumindest nachlässiger, Programmierung seitens der Entwickler.

Als wirklich sicher verschlüsselt habe ich meine Daten erst empfunden, als ich auf hardwareseitige Verschlüsselung zurückgegriffen habe.

Die Lösung

Vielleicht hast du auch schon davon gehört. Hardwareseitige Verschlüsselung benötigt keine installierte Software auf deinem Computer, Mac oder was auch immer du nutzt. Sowohl die Ver- als auch die Entschlüsselung finden direkt auf der Festplatte selbst statt.

Das geht nicht nur erheblich schneller als am Computer, sondern ist auch deutlich sicherer. Warum? Weil die Abläufe der festplatteninternen Hardware, anders als beim Computer (z.B. der Arbeitsspeicher), nicht überwacht werden können.

Geheimdienstliche Dokumente ab einer gewissen Geheimhaltungsstufe zum Beispiel dürfen NUR auf hardwareseitig verschlüsselten Geräten gespeichert werden. Das sagt doch schon etwas über die Sicherheit aus, oder?

Als ich davon erfahren habe, war ich total begeistert und habe direkt mal geschaut, wo ich soetwas herbekomme.

Eine Firma sprang dabei besonders ins Auge - sowohl was technische Daten, als auch Tests und Kundenbewertungen anging: DIGITTRADE.

Digittrade Festplatte im Einsatz
Professionelles Arbeiten mit Digittrade

Verschlüsselte Festplatten von Digittrade

Digittrade stellt externe Festplatten her, die hardwareseitig verschlüsselt sind und zudem auch noch eine 2-Faktor-Authentifizierung mitbringen - das heißt in diesem Fall, dass du zum einen eine Chip-Karte in die Festplatte stecken und dann an der Festplatte selbst einen 8-stelligen Pin eingeben musst, um an die Daten zu kommen.

Das hat den Vorteil: Selbst wenn jemand deinen Pin kennt kommt er nicht an deine Daten heran, weil ihm die Chip-Karte fehlt. Umgekehrt ist es logischerweise genauso: Mit der Chip-Karte allein kommt man ebenfalls nicht an die Daten.

Ein weiterer Vorteil dieses Systems ist, dass kein Keylogger oder Trojaner dieser Welt dein Passwort mitschneiden kann, da du den Pin nicht am Computer sondern an der Festplatte selbst eingibst.

Falls dich das immer noch nicht von der Sicherheit überzeugt: Die Festplatten von Digittrade sind, als erste externe Festplatten überhaupt, sowohl von der schleswig-holsteinischen als auch der europäischen Behörde für Datenschutz zertifiziert worden und dürfen damit offiziell personenbezogene Daten speichern.

“Sowas muss ich haben!” dachte ich mir. Also habe ich mal bei Amazon geschaut und bin auch direkt fündig geworden. Es gibt verschiedene Modelle, die sich hauptsächlich durch den Speicherplatz und Typ der Festplatte (HDD oder SSD) unterscheiden.

Ich habe mir eine 500 GigaByte SSD bestellt, da diese geschwindigkeitstechnisch noch ein bisschen mehr rausholt. Letztlich ist’s aber egal, für welches Modell du dich entscheidest, solange du mit dem Speicherplatz auskommst. Zwischen 120 GigaByte und 4 TeraByte ist alles dabei.

Ich habe die Platte jetzt seit ca. eineinhalb Jahren im täglichen Einsatz. Inzwischen habe ich mir noch eine zweite gekauft. Die eine nutze ich für wichtige, persönliche Dokumente. Auf der zweiten speichere ich Projekte für Kunden.

Die wesentlichen Vorteile für mich:

  • Ist absolut sicher. Auch die gefühlte Sicherheit ist durch die 8-stellige PIN, die Smartcard und Datenschutz-Zertifikate extrem hoch.
  • Extrem schnelles Arbeiten trotz Verschlüsselung
  • Kinderleichte “Einrichtung”: Anschließen, PIN festlegen, fertig
  • Ist das Geld auf jeden Fall wert!


  • relativ teuer
  • die Oberfläche der Festplatte ist anfällig für Fingerabdrücke

Ich kann dir nur empfehlen, diese Investition in ein funktionierendes Produkt zu tätigen. Denn seien wir mal ehrlich: Private oder gar geschäftliche Daten sind extrem wertvoll und müssen geschützt werden.

In Zeiten von praktisch tagtäglichen Hackerangriffen auf Unternehmen und Privatpersonen und die Geheimdienst-Skandale der jüngsten Vergangenheit sollte man seine Daten so gut schützen, wie es nur geht.

Und besser als die Digittrade Festplatten es schaffen geht es nicht.

Wenn du dir noch unsicher bist, ob es wirklich das richtige für dich ist, schreibe mir doch kurz deine Gedanken oder Fragen, die du dazu (oder auch generell zum Thema Festplatte verschlüsseln) hast.

Deine Fragen?

Ist Dir etwas unklar oder hast Du Fragen?

Dann schreibe mir doch einfach eine Mail. Ich versuche immer so schnell wie möglich zu antworten. Ansonsten kann ich Dir empfehlen, deine Festplatte auf jeden Fall zu verschlüsseln - schaden wird's dir nicht ;-)

Wenn Du mir helfen möchtest, würde ich mich sehr freuen, wenn Du www.festplatteverschluesseln.com bewertest und teilst.

Bewerte www.festplatteverschluesseln.com
4.6 von 5 Sternen
26 Bewertungen insgesamt
Vielen Dank für die Bewertung! :-)